Barrierefreiheit für Osterhofens Bahnhof in weiter Ferne

Auf seiner Niederbayern-Tour besichtigte Dr. Anton Hofreiter, Grüne, Vorsitzender des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages auch den Bahnhof Osterhofen, der gerade in den Schlagzeilen war, weil der Antrag auf Barrierefreien Ausbau von der Bahn abgelehnt wurde. Hofreiter: „Osterhofen ist ein Musterbeispiel dafür, wie die Deutsche Bahn ihre Bahnhöfe verwahrlosen lässt, obwohl ihr der Bund Milliardenbeträge zur Verfügung stellt. Dass man den Bahnsteig zwei in Richtung Plattling nur über Treppen erreichen kann oder nur nach Voranmeldung mit Bahnbediensteten über die Gleise befördert wird, das steht im krassen Gegensatz zu dem gerade errichteten Bistro, welches auch erst im Nachhinein mit einer „Pseudorampe“ nachgerüstet wurde.

Eine Lösung der Situation am Bahnhof Osterhofen konnte er dem Kreisvorsitzenden der Grünen Josef Rosner nicht anbieten, in diesem Fall sei auch der Arm des Verkehrsausschussvorsitzenden zu kurz.

Wie sehr die Region Ostbayern von den „Metropolen“ abgehängt wird zeige sich auch daran, dass der zweigleisige Ausbau der Strecke Plattling – Landshut von der bayerischen Staatsregierung erst gar nicht angepackt wird, obwohl sie dafür zuständig ist. „Dabei wären fast 400 Millionen Euro noch im Budget drin und werden nicht eingesetzt“, das sei eine Riesen Sauerei, so Hofreiter.

Das gleiche Dilemma erfahre gerade die Strecke Gotteszell-Viechtach, über die laut Wirtschaftsminister Zeil, FDP, erst im Nachtragshaushalt 2014 entschieden werden soll. Dies kommentierte Eike Hallitzky, der die Tour ebenfalls begleitete, „nur da wird es keine FDP mehr im Landtag geben“.

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